Vom Denkmal zum Lebensgfui

Das Gebäude

1765 erbaut, hat dieses Haus über 260 Jahre hinweg unzählige Geschichten miterlebt und Generationen geprägt – bis 2024 eine neue, ganz besondere begann.

Die Sanierung

Von der Gebäudeunterfangung über die Dachsanierung bis zum Anbau – in nur 10 Monaten verwandelten Handwerker/-innen, Planer/-innen und unser Team das historische Haus in einen modernen Firmensitz.

Das Ergebnis

Aus einer Vision wurde ein lebendiger Ort mit Seele, der Geschichte, Handwerk und Gemeinschaft in einzigartiger Weise vereint – das Lebensgfui.

Die Entstehungsgeschichte

Erbaut im Jahr 1765, wurde dieses Haus über Jahrhunderte hinweg Zeuge vieler Geschichten. 260 Jahre später begann eine neue – unsere eigene. Bereits 2023 träumte Petra Gerum davon, das Gebäude zu kaufen, zu sanieren und es als neuen Firmensitz für help4help zu nutzen. Die Begeisterung war anfangs noch einseitig – doch 2024 fiel schließlich gemeinsam die Entscheidung, diesen mutigen Schritt zu wagen. Im November 2024 begannen die umfangreichen Sanierungsarbeiten: Gebäudeunterfangung, neue Bodenplatte, Deckenstabilisierung, Dachsanierung, neue Treppen, Anbau – begleitet von wöchentlichen Abstimmungen mit Denkmalschutz und Baubehörden, vielen Planern und – allen voran – den besten Handwerkern der Welt. Nach nur 10 Monaten entstand aus einer Idee, viel Einsatz und echter Zusammenarbeit ein Ort mit Seele: das Lebensgfui. Diese Reise hat uns erneut gezeigt: Aus einer Vision wird Wachstum. Und aus gemeinsamer Arbeit entsteht etwas Wunderbares.

Befundbericht Einfirsthof Nannhofen

Im Bericht von Alice Stempfle (Mai 2024) werden Fassade und Innenräume des denkmalgeschützten Einfirsthofs, Dorfstraße 12 in Nannhofen, systematisch dokumentiert. Die Baugeschichte reicht nachweislich bis 1760 zurück; ein Bauplan von 1897 und Umbauten der 1950/60er Jahre sind belegt. An der Südfassade zeigt die Erstfassung einen kräftig mittelblauen Kalkanstrich mit weißen Fensterfaschen; weitere Fassungen (Ocker/Grün) sind nachgewiesen, für West-/Ost-/Nordseite wird eine Nachbefundung bei Gerüststellung empfohlen. Innen finden sich bauzeitliche Elemente (u. a. Fenster, Türen, Wandschränkchen) und mehrschichtige Farbgestaltungen mit Schablonen- und Walzenmustern. Deutlich problematisch ist aufsteigende Feuchte mit Putzschäden bis ca. 80 cm; empfohlen werden Trockenlegung und ein bauphysikalisches Gutachten.

Dendrochronologische Baualtersbestimmung

Im Bericht von Friederike Gschwind (Büro für Dendrochronologie und Baudenkmalpflege, Planegg) vom Mai 2024 wird das Mittertennhaus, Dorfstraße 12 in Nannhofen (Gde. Mammendorf) dendrochronologisch untersucht. Am 13.05.2024 wurden acht Bohrkerne aus Einbauten im Ökonomieteil sowie aus den Dachwerken von Ökonomie und Wohnteil entnommen; alle Proben sind Fichte (Picea abies). Sieben von acht Proben konnten sicher datiert werden; mehrfach nachgewiesene Winter-Waldkanten (teils mit Bastresten) belegen eine Schlagphase im späten 19. Jahrhundert. Ermittelt wurden Fälldaten Winter 1888/89, 1894/95(?), 1896/97 und 1898/99; weitere Endjahre liegen bei 1892(+1) und 1895(+?). Die Jahrringe wurden mit 0,005 mm Genauigkeit vermessen, statistisch mit Regionalchronologien abgeglichen, und Proben/Daten zur Archivierung an die Universität Bamberg übergeben.

Komm vorbei und spür das Lebensgfui!